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Programmheft

Dieses Jahr findet die Nürnberger Bildungsrede am

 

23. Mai 2019

 

statt und die Marburger Erziehungswissenschaftlerin

Prof. Dr.
Susanne Maurer

 

hält die inzwischen 4. Nürnberger Bildungrede der Melanchthon-Dekade zum Thema:

Gymnasium 4.0
Digitalität und |oder Mündigkeit?

 

Melanchthon formulierte es prägnant, als er am 23. Mai 1526 vor dem Rat der Stadt das Projekt seiner Schule vorstellte:

 

“Denn wenn ihr damit fortfahrt, bei den Leuten das Interesse für das Lernen zu erwecken, dann werdet ihr euch hervorragende Verdienste zunächst um eure Vaterstadt, aber auch um Auswärtige erwerben. Wenn auf eure Veranlassung hin eure Jugend gut ausgebildet ist, wird sie eurer Vaterstadt als Schutz dienen; denn für die Städte sind keine Bollwerke oder Mauern zuverlässigere Schutzwälle als Bürger, die sich durch Bildung, Klugheit und andere gute Eigenschaften auszeichnen.“

 

Susanne Maurer, nicht weniger prägnant, formulierte im vorbereitenden Gespräch zur 4. Bildungsrede:

 

“Knapp 500 Jahre später ist die Stadt, an die Melanchthon seine Worte richtete, Teil einer globalisierten Welt, in der ‘lokale Mauern‘ keinen Sinn mehr machen. Sehr viel Sinn macht allerdings nach wie vor der Gedanke, dass eine gut aus- und politisch gebildete Jugend eine der wertvollsten Ressourcen ist, die eine Stadt haben kann. Nur so kann sie davor bewahrt werden, zum Spielball (selbst)zerstörerischer Tendenzen in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft zu werden. Es braucht eine Jugend, die die Zukunft weltoffen, solidarisch und verantwortungsbewusst gestalten kann und die sich in unserem ‚digitalen Zeitalter‘ nicht darüber hinwegtäuschen lässt, dass es dafür einer Mündigkeit bedarf, die in analogen Lebenssituationen entwickelt, erprobt und ausgehalten worden ist.“

 

Weitere Informationen zum inhaltlichen Rahmen der Rede finden Sie hier.